Strasser-Prozess: Anonymes Fax sorgt für Verwirrung

Ernst Strasser

Die Verhandlung gegen Ex- Innenminister Ernst Strasser ist am Freitag turbulent verlaufen. Ein anonymer Briefschreiber hat offenbar versucht, die geplante Einvernahme der britischen Enthüllungsjournalisten zu verhindern. Das gab Richter Georg Olschak bekannt. Strasser versicherte, mit dem ominösen Fax nichts zu tun zu haben. Ob das Urteil wie geplant am Montag fallen kann, ist unklar. Das Fax war mit dem Vermerk “Dringend” an den englischen Anwalt der Journalisten geschickt worden – undatiert und anonym. Darin behauptet der Absender, die Ermittlungen gegen die Journalisten Claire Newell und Jonathan Calvert wegen Missbrauchs von Aufnahme- und Abhörgeräten wären nicht eingestellt. Strasser würde laut dem Schreiben eine zweite Anklage gegen die beiden vorbereiten. Strasser weist Verdacht zurück Derzeit ist unklar, woher die Falschinformationen stammen. Strasser betonte, mit der Angelegenheit nichts zu tun zu haben. “Offen gestanden: Mir ist es egal, ob die Journalisten aussagen”, sagte der Angeklagte am Freitag. Strasser hatte zwar beantragt, dass das österreichische Verfahren gegen Newell und Calvert fortgesetzt wird, dieser liegt dem Richter- Senat jedoch noch nicht vor. Strassers Anwalt Thomas Kralik erklärte, seines Wissens gebe es keine zweite Anzeige von Strasser gegen die Journalisten.

Wiederbetätigungs-Prozess: Küssel zu neun Jahren Haft verurteilt

Gottfried Küssel

Im Wiederbetätigungs-Prozess gegen Gottfried Küssel und die Mitangeklagten Felix B. und Wilhelm A. gab es Donnerstagabend Urteile: Gottfried Küssel wurde wegen Wiederbetätigung mit 5:3 Stimmen zu neun Jahren Haft verurteilt. Felix B. fasste sieben Jahre aus, Wilhelm A. viereinhalb.

Mordfall Reichenau: Mutter in Anstalt

Jene Frau, die im Vorjahr in Reichenau (Bezirk Urfahr-Umgebung) ihren vierjährigen Sohn erstochen haben soll, musste sich am Freitag vor Gericht verantworten. Sie wird in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

Die Geschworenen haben sie Freitagnachmittag im Landesgericht Linz einstimmig für unzurechnungsfähig erklärt. Wäre sie zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig gewesen, wäre der Tatbestand des Mordes erfüllt gewesen. Staatsanwalt und Verteidiger verzichteten beide auf Rechtsmittel, die Entscheidung ist somit bereits rechtskräftig.

Wien: Erste Fahrradstraßen sollen noch heuer kommen

Wien will Vorreiter bei der Schaffung von Fahrradstraßen werden und noch heuer erste Projekte umsetzen. Bis zu vier Fahrradstraßen sollen in diesem Jahr in der Bundeshauptstadt entstehen, sagte der städtische Radbeauftragte Martin Blum am Donnerstag.

Die Fahrradstraßen sind Radfahrern und Fußgängern vorbehalten, Autoverkehr ist nur ausnahmsweise erlaubt. Möglich gemacht hat die Umsetzung dieses neuen Straßentyps eine Novelle der Straßenverkehrsordnung, die Ende März in Kraft treten wird.

"Ich würde mich freuen, wenn Wien die erste Fahrradstraße Österreichs hat", sagte Blum. Zuerst umgewandelt werden soll die Hasnerstraße in Ottakring. Diese wurde bereits im vergangenen Sommer zur ersten "fahrradfreundlichen Straße" erkoren - eine aufgrund bisheriger gesetzlicher Grenzen beschränkte Version der Fahrradstraße. Blum zufolge sollen noch heuer drei weitere Straßen dazukommen.

  • Vor 1 Jahr gepostet
  • Januar 10th, 2013

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Vergewaltigungen in Wien: Sieben Opfer erkannten Verdächtigen

In Wien steht ein 28-Jähriger im Verdacht, ein Serienvergewaltiger zu sein. Sieben Frauen haben ihn bisher als ihren Peiniger identifiziert. Anfänglich war der Mann mit drei Fällen in Verbindung gebracht worden, in denen sich der Täter in der Wiener U-Bahnlinie U6 Opfer gesucht, diese verfolgt, attackiert und sexuell missbraucht hatte. Seit Beginn der Einvernahmen - der Beschuldigte war erst am Mittwoch aus Ungarn ausgeliefert worden - ist die Zahl der ihm zur Last gelegten Taten sprunghaft gestiegen.

Fünf jener Frauen, die den Mann in einer sogenannten “Wahlkonfrontation” wiedererkannten, waren vergewaltigt worden, in den anderen beiden Fällen blieb es beim Versuch, sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger. Der Verdächtige “spricht” mit den Ermittlern des Landeskriminalamtes Wien (Gruppe Hösch/Brozekund) und hat auch Teilgeständnisse abgelegt - allerdings nur, was den Raub von Handys und Bargeld betrifft. Die Vergewaltigungsvorwürfe bestreite er bisher ohne Ausnahme.

  • Vor 1 Jahr gepostet
  • Januar 10th, 2013

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“Gurken-Leo” verkauft angeblich seinen Stand am Wiener Naschmarkt

Gurken-Leo verkauft Stand

Leo Strmiska, besser bekannt als Gurken- oder Sauerkraut-Leo, will nicht mehr und möchte angeblich nach mehr als 30 Jahren sein Geschäft am Wiener Naschmarkt verkaufen. Wie “DiePresse” in der Print-Ausgabe vom Samstag, den 5. Jänner 2013 berichtete, beendet nun ein Urgestein vom Wiener Naschmarkt seine Karriere. Leo Strmiska, den Wienern besser bekannt als Gurken- oder Sauerkraut-Leo, erzählt seit Wochen den Passanten und seinen Kunden, dass er mit Juni sein Geschäft verkaufen möchte. Grund sei, dass immer weniger mit Kraut gekocht werden würde.

  • Vor 1 Jahr gepostet
  • Januar 6th, 2013

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Trennung: Frau zwei Tage eingesperrt

Wienerin ruft über Facebook HilfeTrennung: Frau zwei Tage eingesperrt Eine Frau in Rudolfsheim-Fünfhaus hat zwei Tage in Todesangst verbracht, nachdem ihr gewalttätiger Lebensgefährte sie in der gemeinsamen Wohnung festgehalten hatte. Als der Mann die Wohnung verließ, konnte die Frau mit ihrem Laptop via Facebook einen Freund verständigen. Wegen der bevorstehenden Trennung nahm der Mann der Frau am 2. Jänner ihr Handy und alle Schlüssel weg und sperrte sie in der Wohnung ein. Immer wieder bedrohte er die Frau und setzte ihr laut Polizei mehrmals eine Gaspistole an den Kopf. Als der Mann nach zwei Tagen die Wohnung verließ, nutzte die Frau die Gelegenheit, um Hilfe zu rufen.

Juwelierräuber in Wien sind ohne Beute geflüchtet

Überfall auf Juwelier

Die zwei etwa 30-jährigen Täter wurden von einem Kunden und zwei Zeugen gestört als sie gegen 11.40 einen Juwelierladen in der Kaiserstraße überfallen wollten. Sie entkamen auf zwei alten Fahrrädern ohne Beute. Die Polizei fahndet nach den Tätern. Der Überfall auf einen Juwelier am Dienstagnachmittag in Wien war brutal jedoch für die Täter erfolglos, berichtet die Polizei am Mittwoch. Demnach flüchteten die Kriminellen ohne Beute, weil ein Kunde plötzlich das Geschäft betrat. Außerdem beobachteten zwei Passanten den Vorfall. Einer der Zeugen verständigte die Exekutive.

  • Vor 1 Jahr gepostet
  • Dezember 12th, 2012

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OPEC berät in Wien über höhere Preise - Energiemarkt

Die Ölminister der Organisation erdölexportierender Staaten (OPEC) kommen am Mittwoch zu ihrer Sitzung in Wien zusammen. Analysten gehen davon aus, dass sie die aktuelle Förderquote unverändert lassen werden. Sie liegt derzeit bei etwa 30 Millionen Barrel pro Tag. Dies entspricht etwa einem Drittel des weltweiten Tagesverbrauchs an Rohöl. Der von Sanktionen betroffene Iran dränge zwar darauf, die Förderung zu drosseln, habe aber wenig Chancen, sagten Experten.

Parkraumbewirtschaftung: Grundzüge für Parkpickerl-Modell liegen vor

Expertenrunde zur Parkraumbewirtschaftung in Wien

Die Grundzüge für ein neues Modell der Parkraumbewirtschaftung in Wien liegen vor. Die Expertenrunde, die im Vorfeld der für kommendes Jahr geplanten Volksbefragung eingerichtet wurde, tagte am Freitag zum letzten Mal. Empfohlen werden preisliche Staffelungen, die Höchstparkdauer, ausdehnung der Gratisparkzeit. Die Einführung eines einheitlichen parkpickerls für ganz Wien wurde abgelehnt.